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Mrs. Ester Stace stellte den Hochsprungweltrekord im Damensattel in
der Sydney Royal Show (Australien) im Jahre 1915 mit einer Höhe von
1,981 m (6 feet, 6 inches) auf.
Ihr Pferd hieß Emu Plains, Besitzer war T.E. Judd. |
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Am 4. Juli 1905 stürzte sich die waghalsige Eunice Winkless in Pueblo, Colorado, auf einem abgerichteten Pferd von einem 10 Meter hohen
Gerüst in ein Wasserbecken. Es war die Antwort auf eine Herausforderung
an "jede Frau". Eunice mußte dann vor Gericht gehen, um den ausgesetzten
Preis von 100 Dollar zu erhalten.
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Madame Solange d'Atalide war in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg
Zirkusdirektorin und erfolgreiche Reiterin. Im Frühjahr 1914 sollte
im Prater beim Riesenrad ein Film über einen Zirkusdirektor gedreht
werden, der laut Drehbuch vor dem Ruin stand und sich nur mehr durch eine
mehr als gewagte Sensationsnummer retten könnte.
Dessen Frau wollte das Wagnis auf sich nehmen, um auf die prekäre
Lage ihres Mannes aufmerksam zu machen und die Leute wieder in den Zirkus
zu bringen. Das Wagnis, das sich der Drehbuchautor ausgedacht hatte, hatte
es in sich: eine Schreckensfahrt auf dem Riesenrad. Als Double sollte Madame
Solange d'Atalide fungieren. Ihre einzige Bedingung: das Pferd müßte
zunächst einmal gesichert auf dem Dach eines Waggons einige Runden
drehen dürfen, damit es sich an die "ungewöhnliche Situation"
gewöhnen könne.
Nach vier Probefahrten - wer gab zu diesem unerhörten Experiment
eigentlich die Zustimmung? - konnte die einmalige Fahrt beginnen. Auf dem
Dach eines Riesenradwaggons stand regungslos das Pferd, ebenso regungslos
im Sattel die berühmte Reiterin, regungslos und den Atem anhaltend
Zuschauer, dann begann sich das Riesenrad zu drehen. Die Kameras der Filmgesellschaft
surrten und auch dieses Wagnis einer Schreckensfahrt verlief erfolgreich.
Noch als alte Dame zeigte die französische Zirkusdirektorin stolz
die Bilder von ihrer gewagten Leistung in ihrer kleinen Wohnung in Neuilly
bei Paris.
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Auf einem ungeschützen Podium in vielen Metern Höhe, lässt
Corradini sein Pferd piaffieren. Jahrelang wurde diese Nummer im Zirkus
bewundert. Eine dünne Drahtschlaufe verbunden mit den beiden
Trensenringen des Pferdes und mit Corradinis Gürtelschnalle war die
einzige Verbindung zwischen Ross und Reiter. Mag es Vergesslichkeit, Nervosität
oder eine Art Lampenfieber gewesen sein, eines Abends vergisst Corradini
den Karabinerhaken zu befestigen. Wie immer hebt er zum Schlußkompliment
die Arme in die Höhe. Tausende Augenpaare sehen plötzlich, wie
das Pferd, dem der sonst so vertraute Kontakt mit seinem Reiter fehlt,
das Gleichgewicht verliert und mit Corradini von dem Podium, das nach allen
Seiten offen ist und von keinerlei Barrieren geschützt wird, in die
Tiefe stürzt. Es konnte nur noch der Tod von Reiter und Pferd festgestellt
werden.
(Bildmaterial von Frau Christine Kubec)
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Wolfgang Schultz
mit seiner Tigernummer
Unzählige Zirkusbegeiterte hatten jahrelang die Zirkusnummer bewundert.
Die Nummer ging solange gut, bis eines Tages der Tiger Bantu zu der Tigerin
Shandra laufen will. Wolfgang Schultz springt vom Pferd, um ihm den Weg
abzuschneiden. Der Tiger aber versucht, unter dem Pferd hindurch zu der
Tigerin zu gelangen. Das Pferd wird nervös und schlägt. Der Tiger
fühlt sich natürlich angegriffen und fällt das Pferd an.
Dadurch, dass der Dresseur aus dem Sattel gesprungen ist, bildet es nicht
mehr mit diesem die von den Tigern bisher akzeptierte Einheit. Auch Ali
und Tagur greifen jetzt das Pferd an und zerreissen es in Sekunden an der
Schulter mit ihren scharfen Krallen und Zähnen so schwer, dass der
brave Apfelschimmel "Kait" sofort notgeschlachtet werden muss.
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Wolfgang Schultz
gibt jedoch nicht auf, und schon in der nächsten Saison führt
er sein Programm mit Tigern und Pferd weiter.
(Bildmaterial von Frau Christine Kubec)
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